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Programm

Mittwoch 17. September 2014  

Jennifer Clement – Gebete für die Vermissten

Moderation: Gesa Schneider, Lesung der deutschen Texte: Hilke Altefrohne

Datum: Mittwoch 17. September 2014
Zeit: 19.30 Uhr
Preis normal CHF 18.00
Preis ermässigt CHF 12.00

Autor/in:
Moderator/in:
Teilnehmer/in:

Wenn ein Mädchen zu hübsch ist im mexikanischen Bundestaat Guerrero, nahe der amerikanischen Grenze, muss man es hässlich machen: schnell mit einem Stück Kohle durchs Gesicht fahren, vielleicht die Zähne ausschlagen, Jungskleider anziehen. Nicht aus dem Haus lassen, und wenn die schwarzen Jeeps kommen, in einem Erdloch verstecken. Denn die hübschen Mädchen werden von den Drogendealern geholt, und kommen nie wieder zurück.  Ladydi Garcia Martinez will sich aber nicht verstecken, sie will ein richtiges Leben...
Für ihren Roman «Gebete für die Vermissten» (Suhrkamp 2014, Übersetzung: Nicolai von Schweder-Schreiner), der in über 20 Ländern erscheint, hat die amerikanische Autorin Jennifer Clement zehn Jahre lang in Mexiko recherchiert und Hunderte Interviews mit vom Drogenkrieg betroffenen Mädchen und Frauen geführt. In ihrem Werk vereinbart sie inhaltliche Akribie mit poetischer Darstellungskraft, eine glasklare, messerscharfe Sprache mit Beobachtungen von grosser Zartheit.

Jennifer Clement, 1960 in Connecticut geboren, wuchs in Mexiko-Stadt auf. Sie hat in New York und Paris Literaturwissenschaften studiert und Lyrik und zwei Romane veröffentlicht.

Bücher in der Museumsgesellschaft:

Das Gespräch wird auf Englisch geführt.

Büchertisch: pile of books