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Programm

Montag 7. April 2014  

Katja Petrowskaja

Katja Petrowskaja liest aus ihrem Buch «Vielleicht Esther» (Suhrkamp 2014, für die titelgebende Erzählung erhielt sie 2013 den Ingeborg-Bachmann-Preis). Mit der Autorin unterhält sich Isabelle Vonlanthen (Literaturhaus Zürich).

Datum: Montag 7. April 2014
Zeit: 19.30 Uhr
Preis normal CHF 18.00
Preis ermässigt CHF 12.00

Autor/in:
Moderator/in:

«Am Anfang dachte ich, meine Familie sei exemplarisch: Man braucht nur von diesen paar Menschen zu erzählen, die zufälligerweise meine Verwandten waren, und schon hat man das ganze 20. Jahrhundert in der Tasche.»  Wie Leuchtkäfer flattern die Grossonkel, Urgrossmütter und Grossmütter in Katja Petrowskajas Erzählung Seite um Seite aus der Vergangenheit empor. Aus Erinnerungsfetzen, Notizen und Archivdokumenten ertastet die Autorin die Konturen einer Familiengeschichte, die die Betroffenen nicht mehr selber erzählen konnten, und in deren Brennpunkt die Ermordung der Kiewer Juden in der Schlucht Babyj Jar 1941 steht. Katja Petrowskaja dringt über die Geschichte ihrer Vorfahren hinaus in jenen Bereich vor, in dem Leben und Tod verwurzelt sind – und sie tut es in einer Sprache, die man liest, als ob man Zauberwasser aus einem tiefen Brunnen trinkt.

Katja Petrowskaja (*1970 in Kiew) studierte Literaturwissenschaft in Tartu (Estland) und promovierte in Moskau. Seit 1999 lebt sie in Berlin und arbeitet als Journalistin für russische und deutsche Print- Netzmedien,  «Vielleicht Esther» ist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2014 nominiert.

Bücher in der Museumsgesellschaft: