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Programm

Sonntag 20. Juli 2014  

Lesung: Michael Stauffer und Tino Hanekamp – OPENAIR LITERATUR FESTIVAL ZÜRICH

Zuerst liest und labert der deutsche Ex-Klubbetreiber, Im-Jetzt-Rumtreiber und Noch-Autor Tino Hanekamp über Drogen, Sauflieder und die Sehnsucht nach Erlösung. Danach schenkt sich Michael Stauffer, das Enfant terrible der Schweizer Literaturszene, zum Geburtstag einen lukrativen Auftritt am Festival, wo er im Duo mit dem Musiker Hans-Peter Pfammatter den letztgültigen Beweis erbringen wird, dass es besser ist, in Vielfalt zu scheitern, statt an Einfältigkeit zu verblöden

Datum: Sonntag 20. Juli 2014
Zeit: 20.00 Uhr
Ort: Alter Botanischer Garten
Preis normal CHF 25.00
Preis ermässigt CHF 15.00

SCHÖNER SCHEITERN

Teil I. 20:00 Uhr: «Das grosse Rauschen» – Aktionslesung von und mit Tino Hanekamp
Alkohol, Drogen, Weltflucht und die Folgen: Der Ex-Klubbetreiber, Im-Jetzt-Rumtreiber und Noch-Autor Tino Hanekamp hat jahrelang recherchiert, um dem Publikum alles zum Thema Rausch zu berichten, was es zu berichten gibt – und er wird scheitern. In einer Aktionslesung sollen unter Zuhilfenahme von Filmen, Musik, Texten, Schnaps und Menschen folgende Themenbereiche bis zum Erbrechen ausgelotet werden: Party, Askese, Erkenntnis, Vergessen, Wege zum Eskapismus und wirksame Mittel dagegen. Es geht um Eskalationsstufen, abgetrennte Gliedmassen, Sauflieder und den Drogenkonsum von Tieren. 
Bevor Tino Hanekamp (*1979, Deutschland) sich in den Kopf setzte, er müsse Schriftsteller werden, war er jahrelang Musikjournalist sowie Miteigentümer und Programmdirektor des Uebel & Gefährlich, das mehrfach zum besten Musikclub Deutschlands gewählt wurde. 2011 wurde er für seinen Debütroman So was von da mit dem „Silberschweindebütantenpreis der Lit.Cologne“ ausgezeichnet. 2012 wurde ihm der Förderpreis zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor verliehen und im Januar 2013 feierte So was von da Premiere als Theaterstück am Hamburger Schauspielhaus. 

Teil II. 21:30 Uhr: Spokenword von und mit Michael Stauffer, mit Musik von Hans-Peter Pfammatter
«Herr Stauffer, wenn Sie immer dauernd alles ändern, kommen wir nie zu einem fertigen Stück» – das waren die letzten, gut gemeinten Worte des Regisseurs. Danach folgte trotz beidseitiger Einnahme grosser Mengen Valiums keine Einigung. Darum liest und singt und lärmt sich Stauffer in seinem neuen Spokenword-Programm Stauffer kann nicht gut proben, adiö Regisseur komplett regiefrei und entfesselt durch einen immensen Schatz an Bühnentexten, während er die Welt dadaisiert und nie gehörte Dialekte und sonderbares Kauderwelsch erfindet – Französisch, Thurgauerisch, Berndeutsch und Englisch kann er sowieso. 

Michael Stauffer wurde vor exakt 42 Jahren, am 20. Juli 1972 geboren.  Er ist Autor, Performer und Mitglied des Spoken-Word-Ensembles Bern ist überall. Ausserdem unterrichtet er am Schweizerischen Literaturinstitut der Hochschule der Künste Bern. Er schreibt Prosa, Hörspiele, Lyrik, Lautpoesie, Lieder, sowie Theater- und Sprechstücke. Dabei bedient er sich verschiedensten Sprachen: Mundarten aus Bern, Thurgau und anderswo, Deutsch, Englisch, Staufferdeutsch – eine Sprache, die nur einer so virtuos beherrscht: «Fatalismus ist Stauffers Haltung, Hoffnung sein Luxus und seine Sprache ein Glück. Für seine Leser.» (Nora Gomringer). Michael Stauffers Webseite

Die zweite Ausgabe des OPENAIR LITERATUR FESTIVAL ZÜRICH wird gemeinsam präsentiert vom Literaturhaus Zürich und Kaufleuten Literatur, in Zusammenarbeit mit Oliver Scotoni (Rundfunk.FM), dem Autorenkollektiv index, dem Institut für Incohärente Cinematographie (IOIC) und dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich.