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Programm

Montag 3. Februar 2014  

Thomas Strässle über Max Frisch, «Aus dem Berliner Journal»

40 Jahre nach der Niederschrift liegt Max Frischs legendäres «Berliner Journal» nun in einer auszugsweisen Publikation vor (Suhrkamp 2014). Das Gespräch mit Herausgeber Thomas Strässle führt Beatrice von Matt, Adrian Furrer liest aus dem Text.

Datum: Montag 3. Februar 2014
Zeit: 19.30 Uhr
Preis normal CHF 18.00
Preis ermässigt CHF 12.00

Moderator/in:
Teilnehmer/in:

Max Frischs Tagebücher 1946-1971 sind ein fester Bestandteil vieler Lesebiographien im deutschsprachigen Raum (und darüber hinaus). Nun erhalten wir das Geschenk einer späten Fortsetzung: 1973 bezog Max Frisch in der Berliner Sarrazinstrasse eine neue Wohnung und begann, wieder ein Tagebuch zu führen, das «Berliner Journal». «Übernahme der Wohnung (Sarrazin Strasse 8) und Abend bei Grass. Nieren.»,  lautet der erste Eintrag am 6. Februar. Wie die vorherigen Tagebücher verknüpfen auch die Berliner Notizen erzählende und essayistische Texte sowie sorgfältig gezeichnete Porträts von Kolleginnen und Kollegen wie Günter Grass, Uwe Johnson, Wolf Biermann und Christa Wolf. Nicht zuletzt zeugen die Tagebucheinträge von der außergewöhnlichen Wachheit, mit der Frisch als Bewohner West-Berlins die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR beobachtet und erlebt hat.

Thomas Strässle lehrt Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Zürich und leitet an der Hochschule der Künste Bern das transdisziplinäre Institut Y.  «Aus dem Berliner Journal» gab er unter Mitarbeit von Margit Unser, Leiterin des Max-Frisch-Archivs an der ETH Zürich, heraus.