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Writer in Residence

Seit Dezember 2010 bieten das Literaturhaus Zürich, der Verein "Writers in Residence" und die Stiftung PWG, mit Unterstützung von Stadt und Kanton Zürich, eine Writers-in-Residence-Wohnung an. Wechselnde Autorinnen und Autoren aus aller Welt können sich hier in Ruhe jeweils während eines halben Jahres auf ihr Schreiben konzentrieren. Nach Xiaolu Guo (China/GB), Tadeusz Dabrowski (Polen) und Shumona Sinha (Indien/Frankreich) ist Viktor Martinowitsch seit Anfang Dezember der dreizehnte Writer in Residence in Zürich.

Viktor Martinowitsch, 1977 in Oshmiany, Belarus geboren, studierte Journalistik in Minsk. Er lehrt Politikwissenschaften an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius und schreibt regelmässig für ZEIT online. Sein erster Roman «Paranoia» (Voland&Quist, 2014) wurde nach Erscheinen in seiner Heimat inoffiziell verboten. «Der Roman spielt in einer Grossstadt, die in jedem Detail dem heutigen Minsk entspricht. Die Herausforderung des Regimes war offensichtlich: Der Roman verschwand nach zwei Tagen aus den Regalen.», schrieb der Osteuropa-Experte Timothy Snyder in einem lobenden Essay in der New York Review of Books. Seit Herbst ist der zweite Titel in deutscher Übersetzung erhältlich: «Mova» (Voland & Quist, 2016 aus dem Belarussischen von Thomas Weiler) spielt im Jahr 4741 chinesischer Zeitrechnung in Minsk unter chinesisch-russischer Herrschaft und erzählt von einer Droge aus Buchstaben, welche die Stadt in Aufruhr versetzt.