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Writer in Residence

Seit Dezember 2010 bieten das Literaturhaus Zürich, der Verein «Writers in Residence» und die Stiftung PWG, mit Unterstützung von Stadt und Kanton Zürich, eine Writers-in-Residence-Wohnung an. Wechselnde Autorinnen und Autoren aus aller Welt können sich hier in Ruhe jeweils während eines halben Jahres auf ihr Schreiben konzentrieren. Nach Tadeusz Dabrowski (Polen), Shumona Sinha (Indien/Frankreich), Viktor Martinowitsch (Weissrussland), Ken Bugul (Senegal) und Hernán Ronsino (Argentinien) ist Bae Suah (Südkorea) ab Juli 2018 die 16. Writer in Residence in Zürich.

Nach ihrem Chemiestudium arbeitete Bae Suah – in Korea wird zuerst der Familien-, anschliessend der Vorname genannt – zunächst als staatliche Beamte beim Passagier-Boarding am Flughafen. Nach ihrem Debüt 1993 mit der Kurzgeschichte «The Dark Room of Nineteen Eighty-Eight» veröffentlichte sie mehrere Romane und Sammlungen von Kurzgeschichten. Zudem war sie für zahlreiche Übersetzungen aus dem Deutschen verantwortlich, darunter Werke von W.G. Sebald, Franz Kafka und Jenny Erpenbeck. Bae Suah wurde als «eine der radikalsten und experimentellsten Schriftstellerinnen Koreas» beschrieben.