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Programm

Mittwoch 30. April 2008  

Anja Jardine

Datum: Mittwoch 30. April 2008
Zeit: 20.00 Uhr
15.00

Autor/in:
Moderator/in:

Constantin Seibt (Reporter beim Tages-Anzeiger) führt mit Anja Jardine das Gespräch.

Es ist immer wieder der richtige Abstand - das sichere Gefühl dafür: wo bin ich zu weit weg, wo bin ich zu nah -, der Anja Jardines Erzählungen so zauberhaft und illusionsreich macht. Der Abstand zwischen zwei Fremden zum Beispiel, die manchmal ihren Weg zur Arbeit teilen und für zehn mal elf Minuten S-Bahn-Fahrt unzweifelhaft ein Paar sind. Oder der Abstand des alten Mannes, der auf einer Apfelplantage die Anfänge einer jungen Liebe beobachtet und dabei von der eigenen, die ein halbes Jahrhundert zurückliegt, ein zweites Mal erschüttert wird. - Es ist, als wäre der Abstand zwischen den Figuren in Jardines Erzählungen ein Kraftfeld, welches physikalisch gemessen werden kann. Würde man es messen, käme man wohl auf den Goldenen Schnitt.

Anja Jardine wurde 1967 in Pinneberg, Norddeutschland, geboren; seit 2005 arbeitet sie als Redaktorin beim NZZ Folio. Für die Kurzgeschichte «Badjnars Augen» erhielt sie 1999 den Bettina-von-Arnim-Preis. Soeben ist im Verlag Kein & Aber ihr erster Erzählband «Als der Mond vom Himmel fiel» erschienen.

Bücher in der Museumsgesellschaft: