TAGE INTERNATIONALER LITERATUR

Wie kann man eine Region besser entdecken als durch ihre Geschichten und die Menschen, die sie schreiben? Seit 2016 lädt das Literaturhaus ein zu literarischen Entdeckungsreisen rund um die Welt. Vom 22. Februar bis 4. März 2022 lag der Fokus auf der Literatur aus dem Kaukasus. 

Tage internationaler Literatur

Jeweils am letzten Februarwochenende lädt das Literaturhaus dazu ein, an einem dreitägigen Festival die Literatur eines Landes oder einer geographischen Region näher kennen zu lernen. Im Zentrum stehen die Literatur und das Erzählen in vielen unterschiedlichen Formen; zu Gast sind Autorinnen und Verleger, Publizisten und Übersetzerinnen, Musiker und andere Künstler.  So werden Einsichten und Eindrücke möglich, die über tagesaktuelle Klischees und vermeintlich Bekanntes weit hinausgehen. 

Bisher fanden die Tage arabischer, russischer, indischer, argentinischer, südafrikanischer und südosteuropäischer Literatur statt. 

Kaukasus 22.2. – 4.3.2022

Was wird in Jerewan gelesen? Welche Geschichten erzählen sich die Menschen in Tiflis und Baku? Und welche Rolle spielt die Literatur in einer Region, in der das Zusammenleben immer wieder durch Krisen und Konflikte geprägt wird? Dies waren die Themen, die vorgesehen waren. Dann holte uns jedoch die unfassbare Realität ein, als am 24. Februar der Angriffskrieg auf die Ukraine begann. Im Literaturhaus Zürich waren Autor*innen, Übersetzer*innen und Wissenschaftler*innen aus dem Südkaukasus mit ihren Büchern zu Gast. Sie berichteten von ihrem Schreiben und Leben. Die Veranstaltungen «Konfliktlandschaft Kaukasus und die Rolle Russlands» sowie «Wer, wenn nicht die Literatur? Ein Gespräch über kulturelle Räume in Krise und Konflikt» waren plötzlich erschreckend aktuell.