Sa 26.2.  
2022  
14:00 Uhr
Konfliktlandschaft Kaukasus und die Rolle Russlands: Gespräch mit Najmin Kamilsoy, Nino Gozalishvili und Nasta Agrba
Ort: Literaturhaus Zürich, Limmatquai 62, 8001 Zürich
Sprache: Das Gespräch findet auf Englisch statt.
TAGE INTERNATIONALER LITERATUR: KAUKASUS. Drei junge Akademiker*innen und Aktivist*innen aus der Region diskutieren die komplexen Hintergründe der kaukasischen Konflikte und setzen sich mit den Perspektiven für einen friedlichen Weg in die Zukunft auseinander.

Im Zuge des Zusammenbruchs der Sowjetunion entwickelte sich die kaukasische Vielvölkerregion schnell zum brisantesten Krisenherd im postsowjetischen Raum. Besonders gewaltsam waren die beiden Tschetschenienkriege im Nordkaukasus, die Konflikte um Berg Karabach und die militärischen Auseinandersetzungen um Abchasien und Südossetien in Georgien. Bei der Lösung dieser Konflikte führt kein Weg an Russland vorbei, das noch immer die wichtigste regionale Vormacht darstellt. In diesem Panel diskutieren junge Akademiker*innen aus der Region die komplexen Hintergründe der kaukasischen Konflikte und setzen sich mit den Perspektiven für einen friedlichen Weg in die Zukunft auseinander. Das Gespräch führt Jeronim Perović (er leitet das CEES, Center for Eastern European Studies, an der Universität Zürich).

Nasta Agrba ist Ko-Kuratorin von «Sklad», der ersten Initiative zu zeitgenössischer Kunst in Abchasien. Als Journalistin schreibt sie zu Fragen über Architektur und Gesellschaft für das Magazin «Hara Hakalak». Sie war 2020 im Fellowship Programm des CEES (Center for Eastern European Studies) an der Universität Zürich. Mit der Stiftung ARTAS arbeitet sie an verschiedenen Kunstprojekten in Abchasien zusammen.

Nino Gozalishvili ist Doktorandin an der Central European University in Wien, Gastdozentin an mehreren georgischen Universitäten und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für die Entwicklung der Informationsfreiheit in Tiflis. Ihre Forschungsarbeit befasst sich mit national-populistischen Diskursen in Mitteleuropa und Georgien. Im Herbstsemester 2021 war sie Fellow am CEES.

Najmin Kamilsoy stamt aus Aserbaidschan und ist Doktorand an der Karlsuniversität in Prag, wo er sich mit der Entwicklung der Zivilgesellschaft im Südkaukasus beschäftigt. Er hat als Berater und Forscher für zahlreiche internationale NGOs gearbeitet. Im Herbstsemester 2021 war er Fellow am CEES in Zürich.

In Kooperation mit CEES (Center for Eastern European Studies, Universität Zürich). Die Diskussion wird auch via Live-Stream übertragen.

Hier finden Sie den Festivalflyer mit dem Gesamtprogramm und Informationen zu allen Teilnehmenden.

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